Nähen

Ein Satz mit X

Ich habe dir ja hier schon berichtet, dass ich mir ein Kleid nähen will.

Ich habe das Schnittmuster kopiert, den Stoff zugeschnitten, Spulchen bespult, Kleid genäht. Es lief alles wirklich problemlos.

Die Abnäher sitzen auf den Abnähern und es ist sogar schon alles versäubert. Ich bin richtig stolz auf mich.

Allerdings muss ich von Konfektionsgröße 40 auf Konfektionsgröße 34 abnehmen, damit ich das Kleid jemals tragen kann.

Die Möglichkeiten sind nun folgende:

1. Ich nehme ab! Das wollte ich eigentlich schon immer und es würde gut in meine derzeitigen Sparpläne passen.
2. Ich gebe nicht auf und halte mich diesmal genau an die Anleitung! Und wenn dort Jersey steht, dann nehme ich Jersey!

Ich denke ja, dass ich mich für Variante 2 entscheide. Oder was meinst du?
Ab morgen werde ich aktiv auf Stoffsuche gehen.

Ich habe ja am Wochenende festgestellt, dass Näher die Marathonläufer unter den Handarbeitern sind. Beim Stricken kann man sich gemütlich in den Sessel sitzen. Nähen allerdings erfordert vollen Körpereinsatz 🙂

Im Vorfeld hatte ich noch folgendes Telefongespräch mit meiner Mama:

Didi: Kann ich den Stoff aus der Nähmaschine nehmen?

Mama: Klar!

Didi: In der Anleitungen steht etwas von Stoffrichtung. Wie geht das?

Mama: Also das wird jetzt schwer, jemand mit einer Links-Rechtsschwäche zu erklären. Aber das siehst du. Die Webkante sagt viel aus.

Didi: Das ist die Kante unten?

Mama: Nein, die andere.

Didi: Also, wenn ich den Stoff an mich ran halte, dann ist das unten.

Mama: Nein, du schneidest von Becken zu Oberschenkel.

Didi: Ha? Nicht von Taillie zu Rockende?

Mama: Du bringst mich durcheinander. Das sieht man doch. Das ist wie ein Strickstück.

Didi: Ich bekomme das schon hin.

Mama: Ja, aber schneide ja richtig, sonst verzieht sich alles!

Didi: Also, das ist mein erstes Kleid, wenn sich da was verzieht, dann schneid ich einfach wo anders was ab, dann wird das schon gut. Wirst schon sehen, Sonntag hab ich ein neues Kleid.

Mama: Ja, Kind. Oder ein neues T-Shirt oder ein Top! BH?

Didi: Du bist ja so was von negativ! Ich hab eine Anleitung und dich, was soll da schon schief gehen?

Mama: Du kannst ja auch Tante Christa fragen, die ist gelernter Herrenschneider.

Didi: Ach, hätte gedacht, die wäre Bäckerin.

Mama: Du denkst auch nur ans Essen. Die arbeitet nur seit 1976 in einer Bäckerei!

Didi: Sie hat also 6 Jahre vor meiner Geburt den Beruf gewechselt? Außerdem hab ich mit meinen neuen Rock Probleme. Da ist ein Loch!

Mama: Wo, im Shirt?

Didi: Nein, in der Jeans. Und da ist nicht nur ein Loch, sondern vorne und hinten eins. Und genau dort, wo man keine Löcher im Rock haben will.

Mama: Wie hast das denn gemacht?

Didi: Keine Ahnung! Kann ich die zukleben?

Mama: Ne, warte erst mal. Das will ich sehen! Wie kann man denn da Löcher rein nähen? Das hast du doch schon auf deinem Blog veröffentlicht.

Didi: Ja, aber auf em Bild sieht man das ja nicht.

Mama: Und denk dran, wenn in der Anleitung was von Bügeln steht dann bügele auch.

Didi: Das wird geklebt. Ich habe da so auswaschbares doppelseitiges Klebeband*. Ich klebe das platt.

Mama: Na, dann mach mal.

Gut, dann mach ich mal und verlinke es hier und hier hin.

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